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Phönix

Phönix ist eine weiße pilzresistente Rebsorte und wurde ebenfalls am Institut für Rebenzüchtung im pfälzischen Siebeldingen (Geilweilerhof) erforscht.

Seit September 1994 ist Phoenix als erste plizresistente Rebe für die Weinbaugebiete in Rheinland-Pfalz klassifiziert und damit dort für den allgemeinen Anbau zugelassen. Zwischenzeitlich ist Phoenix auch in anderen Anbaugebieten zugelassen (die Zulassungen unterfallen der Länderkompetenz).

Die Resistenz der Sorte Phönix gegenüber Plasmopara ist hoch und eine Bekämpfung dieser Pilzkrankheit im allgemeinen nicht notwendig. Die Oidiumresistenz ist hoch, so dass auch hier in der Regel auf Pflanzenschutzmaßnahmen verzichtet werden kann. Bei für den Pilz günstigen Bedingungen (Oidiumjahre, Oidiumlagen) kann u.U. eine Behandlung, z.B. mit Schwefel, erforderlich sein. Die Resistenz gegenüber Botrytis ist mittel. Ergiebige Niederschläge nach einer längeren Trockenperiode im September/Oktober fördern die Neigung zum Aufplatzen einzelner Beeren, was zu Infektionsherden für Botrytis führen kann. 
Der Austriebszeitpunkt ist mittel und bei aufrechter Triebhaltung und geringer bis mittlerer Geiztriebbildung ist die Wüchsigkeit mittel bis stark. Der Blütezeitpunkt liegt mit bzw. kurz vor dem des Müller-Thurgau, die Blühfestigkeit ist hoch. Die Beeren reifen ebenfalls kurz vor bzw. mit denen des Müller-Thurgau, die Beerenreife ist damit mittelfrüh. Die Traubengröße ist mit der des Müller-Thurgau vergleichbar, jedoch sind die Beeren größer und die Trauben kompakter. Die Beeren weisen ein feines Muskataroma auf.  Sowohl Ertrag als auch Mostgewicht und Mostsäure sind den Werten des Müller-Thurgau sehr ähnlich. Gegenüber Riesling ist der Ertrag um 19 % höher, während das Mostgewicht um etwa 5 °Oe und die Säurewerte um ca. 4 g/l geringer sind. Der Wein ist vollmundig, hat eine frische Säure und einen angenehmen, dezenten Muskatton, der zuweilen an die Rebsorte Bacchus erinnert.

Stammbaum der weißen, pilzresistenten Phoenix

Quelle:  Bundesanstalt für Rebenzüchtung, Siebeldingen (Geilweilerhof)